Die DLC Nötigung. ((EA will 1 Milliarde mit DLC`s umsetzen))

Es muss schon sehr anstrengend als Börsendotiertes Unternehmen sein. Ich meine, da kann man keine vernünftige Sitzung mit den Aktionären abhalten ohne das gleich alle Kunden wissen was läuft! In so einem Schlamassel steckt EA mal wieder. Da will man den Aktionären doch die freudige Nachricht überbringen, das man im Jahr 1 Milliarde Umsatz nur mit kostenpflichtigen Downloadinhalte erreichen will. Der Elefantenteil übrigens mit dem neuem Madden NFL mit dem Erwerb von neuen Spielern. Ka wie das genau aussehen mag, aber hört sich Gruselig an… Tja, und nun wissen es die Spieler auch schon und in der ganzen Gaming Community fängt das “happy EA bashing” mal wieder von vorne an. Ja ich finde es eigentlich ach ganz lustig. Als EA Boykotierer darf man das wohl. Denke ich.

Dabei sind DLC`s, früher hiessen sie mal “Addons” und hatten einfach bisschen mehr Inhalt, ja nicht per se was schlechtes. Das eine oder andere Addon hatte ich mir auch schon geholt. Meistens stimmte- bzw stimmt teilweise auch Heute noch- der Umfang dieser kostenpflichtigen Erweiterungen im Verhältnis zu deren Kosten. Doch es ist ein Unding, was Heutzutage alles per DLC verschachert wird!

Wisst ihr… früher… ja… da gab man einen Cheat ein in der Konsole. Oder einfach via Tastenkombination. Und so konnte man dann das oder jenes Auto/ Charakter freischalten. Oder bei Shootern halt Waffen. Oder Extra Level… Und Heute wird man für sowas zur Kasse gebeten…
Ich habe ja kein Problem damit wenn jemand für seine Arbeit Geld verlangen möchte. Da muss dann auch jeder User selbst entscheiden, ob eine extra Map dann das Geld überhaupt wert ist, oder ob sie eigentlich nicht vollumfänglich schon von Anfang an ins Spiel gehört hätte. Wir wissen aber auch hier alle, das nicht alle Gamer da gut genug differenzieren können. Sei es als Unwissenheit, mangels Erfahrung oder wegen einer rosaroten Fanboy/girl Brille. Besonders bei Online Spielen wird man ja aber auch ziemlich zum kauf solcher DLCs gedrängt. Sonst kann man ja nicht einmal allen Server Joinen. Oder wegen Fehlen von Map A nicht mit Freund 2 Spielen. Oder Freund 3 nicht mit Dir, weil ihm ja noch was fehlt. Richtig nervig ist es ja auch das es Heutzutage soviele kleine DLC`s gibt, das man nur schwer den Überblick behalten kann. Ich empfinde es teilweise schon fast als Nötigung.

Doch das aller schlimmste finde ich das man dann das Spiel dann gezielt so programmiert, das Mods nicht mehr möglich sind. Das man für einfache Auto/ Waffenmodelle bares Geld hinlegen muss, und nicht auch die Möglichkeit hat sich was ähnliches via Mod kostenlos- oder wie es bei den Sims 2 ja gerne gemacht worden war, den Moddern für ihre Mods, die ja oftmals sogar wesentlich besser sind als der Kram der Entwickler, bezahlt.

Ich war ein begeisterter Battlefield 1942, Vietanam und Battlefield 2 Spieler. Mit Clan und Liga und allem. Und gerade beim BF1942 gab es so viele tolle, kostenlose Mods (Forgotten Hope, WTF!), da kann kein DLC der heutigen Battlefields mithalten! Das ist alles nun gar nicht mehr möglich. Wie gesagt: Entwickler sollen ruhig Geld verlangen dürfen für ihre Kreationen. Doch die Geldgeilheit die vor allem EA an den Tag legt, ist nur noch hässlich und verwerflich. Das ist mit ein Grund, weshalb ich von vielen soganten “AAA” Titeln immer mehr Abstand nehme. Nicht das Spiel ansich steht im Vordergrund, sondern das generieren von Geld. Man mag zwar Argumentieren, das es nunmal das Ziel eines jeden Unternehmens ist Geld zu verdienen. Doch rund um die Kosten Moderner Videospielen Titeln ist ein eigener Artikel nötig und möchte ich nicht weiter behandeln. Wir werden uns aber sicher einig sein, das es in keinem Verhältnis mehr steht. (Vor allem wen man bedenkt, wie viel Geld ein Publisher noch abgrast, und wieviel Kohle fürs Marketing verprasst wird. Da werden eben schlechte Spieler so Aggresiv beworben, das sie eben doch gekauft werden)

Für mich ist es jedoch Fakt das gewisse Entwickler/Publisher masslos übertreiben. Wenn ein Automodell 150 Euro kostet (Gran Turismo 6) ist das doch nur noch ein schlag ins Gesicht eines jeden Spielers. Wütend darf man aber da auch auf die Spieler sein, die sich das gefallen lassen und das sogar bezahlen. Gäbe es schliesslich keine Käufer, gäbe es solche Angebote auch schon lange nicht mehr. Zum Glück gibt es aber auch Entwickler/ Spieler die einen anderen Weg einschlagen, Mod freundliche Spiele entwickeln und anstatt schnell unzählige überteuerte mini DLC`s verkaufen, Preisfreundliche Umfangreiche Addons Anbieten. (Z.b das neue XCom aus dem Hause 2K) Solange es aber Käufer solche Mini DLCs gibt, werden es Geldgierige Entwickler/ Publisher es sich nicht nehmen lassen solche auch anzubieten. Das wird wohl erst noch schlimmer werden bevor es sich wieder bessert. Vllt. findet dann mit der nächsten Gamer Generation ein umdenken statt, wenn sich sowas Gamekultur auch bei den aktuellen Jungzockern Entwickelt hat und diese Kultur ihren Kindern mitgeben. (So wie wir Altzocker es unseren Kindern mitgeben. (Ich werfe aber mal frech die Behauptung in den Raum, das sich so eine Kultur fast nur PC-Gamer entwickelt. Schlicht weil sich jene viel mehr mit ihrem Hobby beschäftigen.)

Unserer Taktik sollte weiterhin bleiben: Entwickler/ Publsiher die offensichtlich Spiele nicht des Gamen`s wegen Entwickeln, sondern nur des Profites wegen, aus dem Weg zu gehen und sie Standhaft zu Boykottieren. Und sich eben mehr auf gute Alternativen, dies auch wirklich gibt, zu Konzentrieren.

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